Trainingsinhalte

Aufbau einer Trainingseinheit

Eine Trainingseinheit dauert in der Regel 90 Minuten (ein Kindertraining 45 Minuten oder 60 Minuten). Jedes Training beginnt mit einer kurzen Meditationsphase auf das Kommando „Mokusu“. Sie dient dazu, den Alltag hinter sich zu lassen, den Geist frei zu machen und sich auf das Training einzustimmen. Dabei wird die Haltung „Seiza“ eingenommen. Die Gruppe kniet in einer Linie, man sitzt mit gerade aufgerichtetem Oberkörper auf den Fersen, die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln. Die Augen sind während der Meditation geschlossen, die Bauchatmung fließt ruhig, gleichmäßig und tief.

Die Meditation endet mit dem Kommando „Mokuzu Yame“. Nach der Meditation wird zweimal gegrüßt, einmal nach vorne („Shomen ni Rei“), um vor uns trainierenden Generationen unseren Respekt zu erweisen,  und einmal zum Lehrer („Sensei ni Rei“).

Anschließend wird der Körper mit Aufwärm-, Dehnungs- und Kräftigungsübungen aufgewärmt, geschmeidig gemacht und der Kreislauf in Schwung gebracht und die Beweglichkeit gesteigert. Dieser erste Teil nimmt etwa ein Drittel des Trainings in Anspruch.

Danach folgen die verschiedenen Übungen, z. B. vorbereitende Übungen zur Körperwahrnehmung, Grundtechniken („Kihon“), Kata, Kata-Anwendungen („Bunkai“) und Partnerübungen („Kumite“). Dieser Teil nimmt mit etwa zwei Drittel den Hauptteil des Trainings ein.

Am Ende eines Trainings werden nochmals Dehnungsübungen durchgeführt. Beendet wird das Training wieder mit einer Meditationsphase, in der man das Erlernte noch einmal an sich vorbeiziehen lässt.